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Pressemitteilung (pn):
Bekämpfung der Eigentumskriminalität Vorsicht - Dämmerungswohnungseinbrecher- „Der Tag geht-der Einbrecher kommt!“

Nachmittag des 01.10.2009: Ein Einbrecher stemmt die Türe eines Bungalows in Augsburg-Haunstetten auf und entwendet einen Möbeltresor, in dem sich zwei Rolexuhren und 6000 € Bargeld befanden. Der Hauseigentümer war beim Arbeiten. ...

Spätnachmittag des 01.10.2009:
Über die Terrassentüre gelangt ein Einbrecher in ein Einfamilienhaus in Augsburg-Haunstetten, durchwühlt sämtliche Schubladen und findet Schmuck im Wert von 30.000 €. Die Hauseigentümer waren im Urlaub.

Abend des 11.10.2009:
Einem Einbrecher gelang es nicht, die Terrassentüre eines Einfamilienhauses in Thierhaupten aufzuhebeln und musste ohne Diebstahlsbeute abziehen.

Abend des 13.10.2009:
Auch in Tapfheim-Donaumünster versuchte ein Einbrecher eine Türe zu öffnen. Nachdem ihm dies nicht schnell genug gelang und zudem die Hauseigentümer zugegen waren, flüchtete der Täter.

Abend des 13.10.2009:
Ein Einbrecher gelangt über den Keller an die Wohnungstüre eines Neusässer Reihenhauses. Dort wird der Täter von der gerade nach Hause kommenden Hauseigentümerin überrascht. Der Einbrecher flüchtet über den Keller in unbekannte Richtung.


Die exemplarisch geschilderten Fälle machen es deutlich. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Tage kürzer werden, schlagen die sogenannten Tages- bzw. Dämmerungswohnungseinbrecher besonders häufig zu.

Aus Ermittlungen nach erfolgten Einbrüchen im Großraum München und Nürnberg ist bekannt, dass die derzeit vorwiegend aus dem osteuropäischen Staaten stammenden Täter mit Fahrzeugen ausländischer Zulassung in ruhiger gelegenen Wohngebieten aktiv sind. Vor den Taten halten sich die Einbrecher oft länger im Gebiet auf, um geeignete Objekte auszuspionieren.

Das Strickmuster ist fast immer das gleiche. Die Einbrecher nutzen die Abwesenheit der Hausbewohner aus. Im Schutz der Dämmerung gelangen sie häufig über die Terrassentüre oder durch Aufhebeln eines Fensters im Erdgeschoss in die freistehenden Einfamilienhäuser. In der Wohnung wird zielgerichtet nach Bargeld, Schmuck oder ähnlich leicht zu transportierenden Wertsachen gesucht.

Untersuchungen der Einbruchsprävention erbrachten auch: „Je länger der Täter seiner Einschätzung nach zum Einbruch brauchen wird, desto weniger interessiert er sich für das Objekt.“ Pauschal gesagt: „Nach 5 Minuten gibt der Einbrecher auf.“ Aus diesem Grund ist effektiver Schutz von extrem wichtiger Bedeutung.


„Psychische Belastung“

Jeder Wohnungseinbruch belastet die Opfer nicht nur materiell, sondern in einem hohen Maße auch psychisch. Die Tatsache, dass sich ein Fremder in der Wohnung aufhielt, ist für viele Hauseigentümer ein großer Eingriff in die geschützte Privatsphäre. Eine Studie ergab, dass 30 % der Geschädigten nach der Tat von massiven Angstgefühlen geplagt sind.


Teilweise einfache Verhaltensregeln und Tipps bieten effektiven Schutz vor Einbrechern:

Abschließen! Gekippte Fenster und Terrassentüren sind geradezu eine Einladung für Diebe. Auch lediglich ins Schloss gezogenen Türen stellen kaum ein größeres Hindernis dar. Daher ist es ratsam, Fenster-, Balkon- und Terrassentüren, auch bei kurzer Abwesenheit, stets zu verschließen und die Haustüre zweifach abzuschließen. Rollläden sollten zur Nachtzeit geschlossen werden.

Sicherheitstechnik! Speziell einbruchshemmende Fenster und Türen verhindern das sekundenschnelle Öffnen mit einem Schraubenzieher als Werkzeug. Alarmanlagen dienen immer einer guten Abschreckung.

Beleuchtung! Einbrecher arbeiten im Dunkeln. Eine Außenbeleuchtung schreckt ab. Im Haus lässt sich mit Zeitschaltuhren die Anwesenheit eines Bewohners vortäuschen.

Augen auf! - Aufmerksamer Nachbar! Wer etwas Verdächtiges in der Nachbarschaft bemerkt, sollte über Notruf 110 die Polizei verständigen. Melden Sie fremde Personen und fremde Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen die sich länger oder in verdächtiger Weise in ihrem Wohngebiet aufhalten sofort der zuständigen Polizeidienststelle. Halten Sie nach Möglichkeit Kennzeichen und den Typ der Fahrzeuge fest. Scheuen Sie sich nicht, lieber einmal mehr die Polizei einzuschalten - eine negative Abklärung hat für Sie als Mitteiler keinerlei Folgen. Sorgen Sie bei längerer Abwesenheit für die Leerung ihres Briefkastens. Für viele Einbrecher ist der überfüllte Briefkasten ein Indiz für ein „unbewohntes“ Haus. Besprechen Sie ihren Anrufbeantworter nie mit einem Abwesenheitshinweis.

Wertsachen weg! Bewahren Sie keine größeren Geldbeträge oder hochwertigen Schmuck ungesichert in ihrer Wohnung auf. Auch ein Möbeltresor bietet keinen ausreichenden Schutz. Wie aus vorangegangenen Fällen bekannt ist, wurde dieser vom Dieb einfach mitgenommen und anderswo geöffnet.

Lassen Sie sich beraten! Die Beratungsstellen sind darauf spezialisiert, den Bürger dahingehend und auch über viele andere Themengebiete zu informieren. Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen Nordschwabens sind in Augsburg unter Tel. 0821/323-3730 und in Dillingen unter 09071/56-314 zu erreichen.


Weitere Tipps im Internet sind unter www.polizei-beratung.de zu finden.

Die Beratungsstelle Augsburg hält gerade zu diesem Thema -„Dämmerungszeit - Einbruchzeit, wie schütze ich mich davor“-

am Dienstag, 10.11.2009 um 19.00 Uhr

in den Räumlichkeiten der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Augsburg, Gögginger Straße 17, 86179 Augsburg einen Vortrag. Es wird gebeten, dass sich Interessierte unter der Telefonnummer 0821/323-3737 anmelden.

Im Anhang finden Sie das Plakat, welches von den Beratungsstellen zur Sensibilisierung der Bevölkerung erstellt wurde.

-> Plakat: Dämmerungszeit - Einbruch (PDF-File)




Details
Kategorie:Polizeimeldungen
Eingetragen am:30.10.2009 10:06
Quelle:Pressemeldung Polizeipräsidium Schwaben Nord

Hinweis: Die pafnet.tv-Mitarbeiter schalten Berichte lediglich frei. Die Berichte spiegeln nicht die Meinung des pafnet.de-Teams wieder. Für den Inhalt ist ausschließlich der jeweilige Autor selbst verantwortlich ohne Anspruch auf Richtigkeit & Objektivität.
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