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Pressemitteilung (pn):
Amokfahrt von der Polizei abgesichert und gestoppt

Nachdem ein 35-jähriger am gestrigen Freitag, 02.01.09 einen Tankbetrug an der Tank und Rastanlage Bayerwald – Nord - A 3 beging lieferte sich dieser mit der Polizei eine halsbrecherische Verfolgungsjagd...

Ein 35-jähriger Deutscher beging gestern Abend gegen 19.00 Uhr an der Tank und Rastanlage Bayerwald – Nord (A 3) im Bayerischen Wald einen Tankbetrug und flüchtete in Richtung Regensburg - Nürnberg. In Folge der ausgelösten Fahndung nach dem Tatfahrzeug, einem BMW 535 d mit Berliner Kennzeichen, versuchten zunächst Kräfte der Verkehrsdienststellen des PP Mittelfranken und der PD Regensburg auf den mit hoher Geschwindigkeit, zeitweise mit 220 km/h fahrenden Tatverdächtigen aufmerksam. Ein Polizeihubschrauber schaltete sich in die Fahndung ein. Mehrere Anhalteversuche schlugen aufgrund des absolut rücksichtslosen Fahrverhaltens des 35-jährigen fehl. Nachdem ein weiterer Anhalteversuch durch Kräfte der VPI Ingolstadt auf der A 9 misslang, nahmen zivile Polizeifahrzeuge die weitere Verfolgung auf und andere Verkehrskräfte schirmen den rückwärtigen Verkehr ab. Auch ein offensichtlich geplatzter linker Vorderreifen konnte den Flüchtenden nicht stoppen. Nach dem Autobahnkreuz München-Nord, an der Abfahrt zur A 99 (Ostumgehung Richtung Salzburg) geriet der BMW ins Schleudern, prallte in die linke und rechte Leitplanke, bevor der stark beschädigt liegen blieb.



Beamte der Verkehrspolizei Erding nahmen den 35-jährigen fest, der bis auf eine leichte Kopfverletzung den Unfall unversehrt überstanden hatte. Nur mit unmittelbaren Zwang war er aus seinem Fahrzeug zu bringen. Nach entsprechenden Tests wurde weder eine Alkohol- noch eine Drogenbeeinflussung festgestellt.

Der Beschuldigte wird heute Nachmittag dem Haftrichter beim PP München vorgeführt. Ein entsprechender Haftantrag der Staatsanwaltschaft München I liegt vor. Nach ersten Erkenntnissen der Verkehrspolizei Erding war der 35-jährige mit dem Pkw seines Vaters unterwegs. Er scheint ohne Arbeit und mittellos zu sein. Den Beamten gegenüber machte er einen psychisch kranken Eindruck.

An der Verfolgung des Amokfahrers waren rund 20 Fahrzeuge dreier Polizeipräsiden beteiligt. Drei Dienstfahrzeuge wurden beschädigt. Der Gesamtschaden beträgt rund 25.000 Euro. Die vom Täter gefahrene Strecke beträgt rund 250 km. Dass es angesichts der rücksichtslosen und Fahrweise keine Personenschaden gab, ist zu einem erheblichen Teil auf das sehr professionelle Vorgehen der Fahndungskräfte zurückzuführen.





Ergänzung (03.01.09 - 22.15 Uhr - Polizeipräsidium Oberbayern Nord):
Der 35-jährige berufs- und wohnsitzlose Täter wurde heute Nachmittag dem Haftrichter in München vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen eines Verbrechens des gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr und unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Beschuldigte wurde in die JVA Stadelheim überstellt und wird dort derzeit psychologisch betreut.

Details
Kategorie:Polizeimeldungen
Eingetragen am:03.01.2009 16:23
Quelle:Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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