Pressemitteilung (pn): Halloween ist kein Freibrief |
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Wenig Phantasie, dafür umso mehr Vandalismus, ließen Halloween-Anhänger in den zurückliegenden Jahren in der Nacht zum 1. November mancherorts walten...
Die Polizei wird auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Augenmerk auf dieses Brauchtum legen.
Es ist mittlerweile üblich, dass Kinder an Halloween von Tür zu Tür zu gehen, um dort um Süßigkeiten zu bitten. Falls dies nicht geschieht, droht man dem Hausbesitzer oftmals mit Saurem. Doch vieles, was in den vergangenen Jahren in dieser Nacht als „Halloweenscherz“ verübt wurde, hat mit dem eigentlichen Sinn von Halloween nichts mehr gemeinsam: Da verschwanden Baustellenbeleuchtungen und -absicherungen, wurden Briefkästen mit Kanonenschlägen aus der Wand gesprengt, Kanaldeckel ausgehoben und auf die Fahrbahn gelegt, Hauswände mit Eiern beworfen, geparkte Fahrzeuge beschädigt, Fahrräder und Autokennzeichen entwendet und in Gewässer geworfen usw. Für derartige „üble Scherze“ wird die Polizei weder Verständnis noch Humor aufbringen!
Mit dem Ziel, Halloweenexzesse zu verhindern, werden deshalb auch in der diesjährigen Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November Streifen- und Zivilfahrzeuge der Polizei im Einsatz sein, um jeglichen Ansätzen von Rowdytum einen Riegel vorzuschieben. Diese Intensivierung der polizeilichen Tätigkeit soll nicht das den Spaß der Kinder an Halloween aushöhlen, sondern Straftaten und Randale, die unter dem Deckmantel dieses Abends verübt werden, vorbeugen.
Sicher, in Anbetracht der Fülle gesetzlicher Regelungen gibt es nur noch wenig Spielraum für Halloweenscherze. Es bedarf deshalb schon einer gehörigen Portion Phantasie, um diese Erscheinungsform nicht zum Rowdytum verkommen zu lassen. Als Faustregel gilt, dass der Spaß dann zu Ende ist, wenn Sachen beschädigt, zerstört, entwendet oder sogar die Gesundheit und das Leben von Mensch und Tier gefährdet werden.
Den „Halloweenfreunden“ sei an dieser Stelle in aller Deutlichkeit gesagt: Halloween ist kein Freibrief! Es ist ratsam, vor jeder Aktion genau abzuwägen, ob die Sache wirklich noch als harmloser Scherz anzusehen ist. Nur dann haben Sie die Gewähr dafür, die „Lacher“ auf Ihrer Seite zu haben.
| Details | |
| Kategorie: | Polizeimeldungen |
| Eingetragen am: | 29.10.2008 08:23 | | Quelle: | Polizeidirektion Ingolstadt |
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