Pressemitteilung (pn): Phono-Sound ein modernes Musikstudio |
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Eine Betriebsbesichtigung ging am Montag der Gemeinderatssitzung in Hohenwart voraus. Bei Phono-Sound waren die Damen und Herren des Hohenwarter Gemeinderates zu Gast und sie staunten nicht schlecht was sich mitten in Hohenwart angesiedelt hatte. Au...
Eine Betriebsbesichtigung ging am Montag der Gemeinderatssitzung in Hohenwart voraus. Bei Phono-Sound waren die Damen und Herren des Hohenwarter Gemeinderates zu Gast und sie staunten nicht schlecht was sich mitten in Hohenwart angesiedelt hatte. Aus einem ehemaligen Möbellager zauberte Firmeninhaber Erwin Fliegel ein modernes Musikstudio. Bekannte Namen aus der Volksmusik treffen sich hier seit einigen Jahren und Fliegel nimmt mit ihnen Music CDs auf. Zu seinen Kunden zählen unter anderem die Hot Dogs genauso wie Marianne und Michael. Erwin Fliegel zeigt bei seiner Begrüßung auf einen Ständer in der Empfangshalle, der mit Musikkassetten gefüllt ist. So, Fliegel hat einmal alles angefangen. Heute in Zeiten von CD und DVD sind es eigentlich nur noch nostalgische Ausstellungsstücke.
Schon nach einigen Sätzen merkt man, dass der Firmeninhaber weiss, wovon er spricht. Er beherrscht nicht nur die Technik sondern lässt sich, was Musik anbelangt nichts vormachen. Musik war immer schon seine Leidenschaft und er tourte mit den Kaiserlich Böhmischen, die er 1970 zusammen mit Günther Lutzenberger gründete, viele Jahre durch die Lande. 250 Auftritte im Jahr erzählt er, waren da keine Seltenheit. Als echten Hallertauer bezeichnet sich Fliegel. In Piedendorf in der Nähe von Au erblickte er 1948 das Licht der Welt.

Foto: Wie der Vater so der Sohn
Bei der Betriebsbesichtigung der Marktgemeinderäte ließ sich der ehemals Kaiserlich Böhmische nicht nehmen, wieder zum Musikinstrument zu greifen. Mit ihm Sohn Erwin Fliegel jun. der als Nachkomme von hochkarätigen Musikern wohl gar nicht anders kann als in die Fußstapfen des Vaters zu steigen.
Die Musik wurde ihm von seinem Vater der Mitglied der Dellnhauser Musikanten war, bereits in die Wiege gelegt. Fliegel zeigt seinen Besuchern ein Mundstück von einem Saxophon. Eigentlich nichts Besonderes bei erstem Betrachten. Doch hier kommt der Techniker in Fliegel zum Vorschein. Früher erklärte er, wurden die Plättchen auf dem Mundstück recht umständlich befestigt. Das war ihm irgendwie immer ein Dorn im Auge. Er bastelte dann eine kleine filigrane Halterung die bei hunderten von verschiedenen Mundstücken passt und auf das er auch das Patent hat.
Beim Rundgang durch die gepflegten Räume kommen die Gemeinderäte aus dem Staunen gar nicht erst heraus. Natürlich stehen eine Menge Mikros im Studio und High Tech ist an allen Ecken und Enden zu besichtigen. Das war ja aus Sicht der Gemeinderäte nicht anders zu erwarten. Aber eine uralte Druckmaschine kombiniert mit modernster Elektronik ist schon etwas Besonderes und einmaliges. Fliegel wirft sie zur Vorführung schnell mal an und in einer ihr nicht zugetrauten Geschwindigkeit wirft sie einen Bogen nach dem anderen gestanzter DVD Fix heraus. Immer wieder überrascht der Firmeninhaber mit solchen Besonderheiten. Kleine spinnenartige Arme greifen sich beim Öffnen der Brennwerke die CDs, holen sie heraus und bestücken sie mit neuen Rohlingen.
Seine Idee war es auch CD-Etiketten herzustellen die bis rein zum Führungsloch bedruckt werden können. Seit 1996 hat Fliegel bereits 25 Patente im CD- und Musikinstrumentbereich erworben. Was den Besuchern auch auffällt, es herrscht überall absolute Ordnung. Ob Lager, Büro oder Studio überall ist fein säuberlich aufgeräumt und Fliegel deutet auf ein Regal mit vielen Boxen in dem seine jahrzehntelange Arbeit archiviert ist. 1954 erzählt er, zog er mit seiner Familie nach München und absolvierte dort bei der Firma Siemens eine Ausbildung als Elektrotechniker. Schon 1979 gründete er die Phonosound Musikproduktions GmbH in München. Über Gräfing und Alling führte ihn der Weg nach Hohenwart. Back to the Roots nennt er seinen Zuzug nach Hohenwart.
Schließlich sind er und auch seine Frau in dieser Region geboren. Doch Fliegel schaut nicht nur in die Vergangenheit sondern sein Blick geht nach Vorne. Derzeit sind wir noch ein Familienbetrieb in dem auch Frau und Kinder integriert sind, antwortet er auf die Frage von Bürgermeister Manfred Russer was Arbeitsplätze in der Firma anbelangt. Aber, so Fliegel weiter, das kann sich in Zukunft sicherlich noch ändern. Gerne ist Fliegel bereit Musikgruppen ob mit oder ohne große Namen sein Studio zu zeigen und er erzählt den Gemeinderäten dass auch aus der Region wie vor kurzem die „Hollertauer Tanzbodenfeger“ bei ihm zu CD-Aufnahmen kommen. Manfred Russer und seine Kollegen hätten gewiss noch mehr Fragen gehab, aber ein Blick auf die Uhr zeigte, dass die Pflicht ruft und so bedankte sich das Gemeindeoberhaupt für die interessante Führung bevor es zur Gemeinderatssitzung ins Rathaus ging.

Foto: Einen Familienbetrieb besonderer Art
führt Erwin Fliegel (sitzend vor den Bildschirmen) seit einiger Zeit in Hohenwart. Rund um die Musik bewegt sich sein Spektrum von Tonaufnahmen bis hin zu patentierten Mundstückhaltern. Bürgermeister Manfred Russer, neben ihm die Ehefrau des Firmeninhabers Beate Fliegel mit Junior Erwin, war sichtlich erstaunt, was hier bei Phono-Sound mitten in Hohenwart alles produziert wird.
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